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2021-03-24

Blog #33

Covid-Impfung 2021

Ab der Kalenderwoche 10 ist ein Großteil unserer Mitarbeiter*innen mit einem der Covid-Impfstoffe freiwillig geimpft worden. In Summe kann berichtet werden, dass es - von kleinen organisatorischen Holperern am Anfang - ganz gut geklappt hat. Die überall vernommenen Impfreaktionen wie Fieber, Kopfschmerzen sind auch bei eingen vorgekommen, waren dann aber bald genauso schnell verflogen wie gekommen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die große Impfbereitschaft unserer Mitarbeiter*innen, sowie an die Stadt Wien für die gute Organisation.

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Admin - 09:13:09 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen

2020-12-17

Blog #25 vom 17.12.2020

Unser Praktikant Paul hat uns im Projekt TURN 2 Monate tatkräftig unterstützt. Hier ein kleiner Einblick über seinen WG-Alltag:

“Im Spätsommer 2020 konnte ich bei Oasis Socialis Kiju im Projekt der TURN Wohngruppe in Wien für zwei Monate im Rahmen meines Psychologie-/Soziologie-Bachelorstudiums ein sehr interessantes Praktikum absolvieren. Die formlose Bewerbung lief sehr einfach, ebenso wie das sehr angenehme Vorstellungsgespräch. Am Anfang meines Praktikums war ich noch unsicher, wie ich mich in meine Rolle bei der Unterstützung der Betreuer*Innen und in die Arbeit mit Jugendlichen mit psychischer Erkrankung, einfinden werde. Da das Betreuerteam mich aber von der ersten Minute an sehr herzlich aufgenommen und unterstützt hat, habe ich mich schnell einfügen können und mich während der gesamten Praktikumszeit bei der Arbeit sehr wohl gefühlt.

Die Arbeit mit den vier Jugendlichen, die in der Wohngruppe wohnen, war jeden Tag interessant und spannend und hat sehr Spaß gemacht. Mein typischer Arbeitstag bestand aus einer Besprechung mit den anwesenden Betreuer*Innen und der Strukturierung unseres Tages und dem der Jugendlichen. Im Anschluss wurden die Jugendlichen geweckt und das Essen wurde vorbereitet. Bevor es dann zu verschiedenen Terminen los ging habe ich meistens noch zusammen mit den Jugendlichen gegessen. Meine Hauptaufgabe waren die Begleitung der Klienten, z.B. zu Arztterminen, zum Einkaufen oder zu verschiedenen Treffen. Der Kontakt mit den Jugendlichen war sehr schön und spannend und es wurde mir nie langweilig. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Ausflüge, die an manchen Tagen stattgefunden haben, zum Beispiel in einen Freizeitpark zu fahren oder mit den Mädchen zusammen in der Stadt einen Kaffee zu trinken. Der Abschied vom Team und den Jugendlichen ist mir nach meinen 2 Monaten Praktikumszeit sehr schwergefallen. Abschließend kann ich sagen, dass das Praktikum eine sehr interessante und spannende Zeit war und ich die Erfahrungen, die ich gemacht habe, nicht missen will. Ich werde, sobald ich wieder nach Wien komme, bei der Wohngruppe vorbeischauen.

Ich bedanke mich recht herzlich bei dem Betreuerteam und bei Maximilian Hempt, die mir dieses großartige Praktikum ermöglicht haben. Ich kann es jedem der einen Einblick in diesen Bereich haben möchte, nur empfehlen solch ein Praktikum zu machen und denke sehr gerne an die Zeit dort zurück.”
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Wir möchten Paul an dieser Stelle für seine Zeit und Energie danken und freuen uns schon auf seinen Besuch. #kaffeekuchenstehenbereit

Admin - 15:11:56 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen

2020-05-13

Blog #22 vom 13.05.2020

Medikamentenmanagement in der Transition

Mehr Selbständigkeit und Selbstwirksamkeit im Alltag zu fördern stellt in unserer Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen einen zentralen Aspekt dar. Um diese im Bezug auf das Gesundheitsverhalten zu fördern, wurde das Tool des „Medikamentenstufenplan“ entwickelt. 

Dieser besteht aus fünf Stufen wobei mit jeder Stufe die Selbstverantwortung der/des Bewohner*in steigt. Somit bedeutet die Stufe 1 eine volle Begleitung der Bewohner*innen von Betreuer*innen im Bezug auf ihr Medikamentenmanagement. Dieses inkludiert das Besorgen der Rezepte von den jeweiligen Allgemeinmediziner*innen, die Abholung der Medikamente in den Apotheken, das Einschachteln in den Wochendispenser und das Wissen über die verordneten Medikamente. Mit jeder weiteren Stufe übernehmen unsere Bewohner*innen einen Teil dessen in Selbstverantwortung. Stufe 5 beschreibt ein völlig selbständiges Medikamentenmanagement. Neben der Beschaffung und Organisation der Medikation bedeutet dies auch das Erlangen des nötigen Wissens über Einnahmeschema, Wirkungsprofil, sowie mögliche Neben- bzw. Wechselwirkungen der eigenen Medikamente.

Das Tool des Medikamentenstufenplans dient jedoch nicht nur unseren Bewohner*innen als Hilfestellung. Auch für uns als Betreuungspersonen bietet er eine Übersicht über die Gestaltung der Begleitung unserer Bewohner*innen im Umgang mit ihren Medikamenten und damit der Erlangung von mehr Selbstwirksamkeit.

Für die konkrete Umsetzung bedeutet dies, dass dialogisch individuelle Strategien mit den Bewohner*innen erarbeitet werden. Pro Quartal führt die psychiatrische Krankenpflege ein Evaluierungsgespräch mit dem/der jeweiligen Bewohner*in, das neben dem organisatorischen auch einen wesentlichen psychoedukativen Charakter hat. Themen wie beispielsweise die richtige Lagerung von Medikamenten aber auch die Wichtigkeit einer regelmäßigen Einnahme sowie die Gefahren von Medikamentenmissbrauch finden hier ihren Platz. Aus diesen Gesprächen ergeben sich wiederum die weiterhin zu setzenden Maßnahmen durch das Betreuungspersonal zur weiteren Unterstützung. Auch hier orientieren wir uns an dem Leitsatz „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, um gemeinsam das Ziel des Stufenplanes zu erreichen: weitestgehende Selbständigkeit im Medikamentenmanagement bis zum Auszug. (Text: Jakob Prandstätter, Transition)

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Admin - 08:44:56 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen

2020-04-24

Blog #21 vom 24.04.2020

Meine Damen und Herren, willkommen und hereinspaziert auf unserer neu gestalteten Website. Damit ist ein weiterer Schritt zur verbesserten Kommunikation und Transparenz getan. Schön aufgeräumt und informativ wie eh und je. Farewell alte Homepage, danke für deine Dienste!
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Admin - 09:52:09 @ Allgemein | 3 Kommentare

Blog #20 vom 11.03.2020

Ergotherapie in der Transition

Was ist eigentlich Ergotherapie?
Die Ergotherapie hat zum Ziel uneingeschränktes Handeln zu ermöglichen. Durch den Einsatz von konkreten Betätigungen wird an individuellen und sozialen Handlungskompetenzen gearbeitet.

Und was heißt das nun?
Ein Beispiel: Am Wochenende wollte ich in meinem Garten einen Strauch stutzen. Ich habe mir die Scheibtruhe geholt einen Gartenzwicker geschnappt und habe losgelegt. Es hat nicht lange gedauert bis ich völlig entkräftet zurück ins Haus gegangen bin. Zerstochene Arme und wund brennende Daumen waren das Ergebnis. Was ist nur passiert? Ich habe schlecht geplant und übereilt angefangen – das Problem kenne ich von mir. Ich glaube jeder von uns kennt derartige Momente. Was dagegen tun? Richtig – Ergotherapie! Durch Bewusstwerdungsprozesse, gezielte Beobachtungen, Strategien Entwicklungen und viel Übung können Kompetenzen wie Konfliktlösung, Handlungsplanung und Frustrationstoleranz erworben, erhalten oder ersetzt (wenn nicht anders möglich) werden. Also habe ich nochmal über die Handlung Strauch schneiden nachgedacht, mir einen Plan gemacht und die Pflanze mit einer großen Gartenschere und Handschuhen ausgerüstet bezwungen.

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Wie schaut Ergotherapie nun konkret in der Transition aus?
Wir kochen, backen, basteln, putzen, räumen, schmücken uvm. und bewegen uns. Es werden im Jahreskreis dekorative Elemente kreiert, Geburtstage mit selbstgebackenem Kuchen gefeiert und in unserem Garten Chili gezogen. In der Ergotherapie entwickeln wir Ideen für Betätigungen, besprechen ihre persönliche Bedeutung und wählen geeignete Handlungspläne aus. Wir reflektieren unser Handeln und lassen uns bewusst werden warum manches immer wieder gut läuft und anderes uns Schwierigkeiten bereitet. Wir üben Abläufe ein und überprüfen immer wieder die persönlichen Zielsetzungen.
Dies und noch vieles mehr soll den Bewohner*innen helfen ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben zu führen.

Text: Ute Bors, Ergotherapeutin Oasis Socialis Transition

Admin - 09:37:47 @ Allgemein | 1 Kommentar