Ergotherapie in der Transition

Was ist eigentlich Ergotherapie?
Die Ergotherapie hat zum Ziel uneingeschränktes Handeln zu ermöglichen. Durch den Einsatz von konkreten Betätigungen wird an individuellen und sozialen Handlungskompetenzen gearbeitet.

Und was heißt das nun?
Ein Beispiel: Am Wochenende wollte ich in meinem Garten einen Strauch stutzen. Ich habe mir die Scheibtruhe geholt einen Gartenzwicker geschnappt und habe losgelegt. Es hat nicht lange gedauert bis ich völlig entkräftet zurück ins Haus gegangen bin. Zerstochene Arme und wund brennende Daumen waren das Ergebnis. Was ist nur passiert? Ich habe schlecht geplant und übereilt angefangen – das Problem kenne ich von mir. Ich glaube jeder von uns kennt derartige Momente. Was dagegen tun? Richtig – Ergotherapie! Durch Bewusstwerdungsprozesse, gezielte Beobachtungen, Strategien Entwicklungen und viel Übung können Kompetenzen wie Konfliktlösung, Handlungsplanung und Frustrationstoleranz erworben, erhalten oder ersetzt (wenn nicht anders möglich) werden. Also habe ich nochmal über die Handlung Strauch schneiden nachgedacht, mir einen Plan gemacht und die Pflanze mit einer großen Gartenschere und Handschuhen ausgerüstet bezwungen.

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Wie schaut Ergotherapie nun konkret in der Transition aus?
Wir kochen, backen, basteln, putzen, räumen, schmücken uvm. und bewegen uns. Es werden im Jahreskreis dekorative Elemente kreiert, Geburtstage mit selbstgebackenem Kuchen gefeiert und in unserem Garten Chili gezogen. In der Ergotherapie entwickeln wir Ideen für Betätigungen, besprechen ihre persönliche Bedeutung und wählen geeignete Handlungspläne aus. Wir reflektieren unser Handeln und lassen uns bewusst werden warum manches immer wieder gut läuft und anderes uns Schwierigkeiten bereitet. Wir üben Abläufe ein und überprüfen immer wieder die persönlichen Zielsetzungen.

Dies und noch vieles mehr soll den Bewohner*innen helfen ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben zu führen.

Text: Ute Bors, Ergotherapeutin Oasis Socialis Transition

Angehörigenarbeit in der Transition

Die Integration der sozialen Ressourcen unserer Bewohner*innen stellt einen wesentlichen Bestandteil in der umfangreichen Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen dar. Durch die Organisation von Angehörigencafés, welche im hausinternen Gemeinschaftsraum und „Caféhaus“ stattfinden, bekommen die Bewohner*innen die Möglichkeit, Angehörige einzuladen, um in angenehmer Atmosphäre mit Café und Kuchen gemeinsam Zeit im Haus zu verbringen. Die Angehörigen bekommen dadurch einen Einblick in das Leben ihrer Kinder / Freund*innen in der Transition. Da Bewohner*innen in der Organisation, den Vorbereitungen, der Zubereitung von Mehlspeisen und beim Service im Caféhaus mithelfen können, erfahren sie Selbstwirksamkeit und bestärkende Beziehungserfahrungen. Angehörige bekommen die Möglichkeit andere Bewohner*innen, Elternteile und Freund*innen des Hauses kennenzulernen.

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Ein weiteres Angebot der Transition sind regelmäßige Angehörigengruppen für Eltern der Bewohner*innen. Hier wird Betroffenen die Möglichkeit gegeben, über Belastungen in einem geschützten Rahmen zu sprechen und sich mit anderen Angehörigen auszutauschen. Dabei können Themen rund um die psychische Erkrankung ihrer Kinder, familiäre Problemstellungen und eigene Bedürfnisse besprochen werden. Das Kennenlernen von Personen, welche sich in einer ähnlichen Situation befinden, sowie der Austausch von Hilfsstrategien von Betroffenen kann dabei helfen, die Belastung zu reduzieren beziehungsweise neue Perspektiven einzunehmen. Die Angehörigengruppe beruht auf Freiwilligkeit und soll dabei helfen, das soziale Umfeld unserer Bewohner*innen zu stärken. (Text: Maximilian Rebler)

Am 10.12.2020 fand eine Pressekonferenz in unserer Einrichtung Oasis Socialis KIJU TURN gemeinsam mit dem Psychosozialen Dienst Wien im Krankenhaus Hietzing statt. Neben zahlreichen Pressevertreter*innen erschienen von Seiten der MA 11 OSR Mag. Johannes Köhler und Mag. Manfred Hahn, von Seiten des Krankenhauses Astrid Engelbrecht, MSc SPsM (Pflegedirektorin) und OAR Wilhelm Strmsek, MAS (Verwaltungsdirektor) und noch viele andere Stakeholder. Die Sprecher der Pressekonferenz waren Stadtrat Mag. Jürgen Czernohorszky sowie der Geschäftsführer der Sucht- und Drogenkoordination der Stadt Wien, Ewald Lochner, MA. 
Hervorgehoben wurde die Besonderheit der Einrichtung/en und den Mitarbeiter*innen wurde großer Dank ausgesprochen. Prim. Dr. Patrick Frottier und DSP Maximilian Hempt durften die Gäste durch die Einrichtung führen, die mit Begeisterung den Erklärungen lauschten. Eine gute Zusammenfassung ist hier zu finden.

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Am 29. November 2019 sind wir mit einem Marktstand bei einem tollen Symposium zum Thema "Transition" vertreten. Wir freuen uns, Euch dort zu treffen ..

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